Prag - "Die goldene Stadt"
Bericht von der Projektwoche der 2AH im Februar 2003

Am Morgen des 10.Februar 2003 traten wir unsere Reise in diese für uns weitgehend unbekannte Stadt an.
Nach einer fast 5-stündigen Busfahrt kamen wir endlich in unserm Hotel "Fortuna Luna" an, quartierten uns in unsere Zimmer ein und machten uns sogleich auf den Weg in das Stadtzentrum.

Dort aßen wir schnell unseren ersten tschechischen Burger bei McDonald´s am Wenzelsplatz und besichtigten gleich darauf das Denkmal des Hl. Wenzels. Unsere Reiseführerin erklärte uns einiges zu dieser Statue, wie sie es auch bei den folgenden Sehens-würdigkeiten, die wir später noch alle besichtigen sollten, machte.


Nach dem Wenzelsplatz ging es zum Altstädter Ring, wo wir u.a. das Rathaus mit der Aposteluhr bewunderten. Darauf folgte der kleine Ring, der Altstädter Brückenturm und natürlich die Karlsbrücke. Dort war es bereits dunkel und wir konnten die wunderschön beleuchtete Prager Burg (Hradschin), die auch Regierungssitz des tschechischen Präsidenten ist, sehen. Neben der Prager Burg konnten wir den St.Veitsdom als weiteres imposantes Bauwerk bewundern.

Nach so vielen tollen Eindrücken waren wir natürlich müde und wir kehrten zum Abendessen in das Hotel zurück. Nach dieser kurzen Erholung beim Essen war unser Tatendrang natürlich wieder erwacht und wir fuhren mit dem Bus in ein Einkaufszentrum, das angeblich 24 Stunden geöffnet war. Doch außer dem riesigen Supermarkt konnten wir die meisten Geschäfte nur von außen betrachten.

 


Am nächsten Tag besuchten wir ein Konservatorium, das eigentlich einmalig ist, weil es nämlich vom tschechischen Militär geführt wird. Die ausschließlich männlichen Schüler gaben uns einige "Kostproben" mit ihren verschiedensten Instrumenten und bei den meisten von uns war die Begeisterung gross. Wir bekamen noch ein "riesiges" Mittagessen und machten uns auf den Weg nach Theresienstadt.

Theresienstadt, ein Konzentrationslager aus dem 2.Weltkrieg, fanden wir ebenfalls sehr interessant, obwohl es schade war, dass das Hochwasser im August 2002 viel von der originalen Einrichtung zerstört hatte.
Im "Ghetto Museum" konnten wir uns einen Kurzfilm über Theresienstadt zur Zeit des 2.Weltkrieges ansehen und besuchten - wenn auch schon etwas unter Zeitdruck- auch noch die Ausstellung. Diese zeigte erschütternde Dokumente von ehemaligen Häftlingen und wir konnten das Leid der inhaftierten Menschen zumindest etwas erahnen.

Nach diesem für uns sehr abwechslungsreichen Tag kehrten wir kurz ins Hotel zurück, um uns für den Theaterbesuch am Abend frisch zu machen.
Nach einer turbulenten Bus- und U-Bahnfahrt kamen wir im Theater "Image" an und waren natürlich äußerst gespannt auf dieses typisch tschechische "Schwarze Theater". Obwohl es uns eigentlich doch gefallen hat, waren wir froh als es nach 1,5 Stunden vorbei war.

 


Wie am Vortag schon besprochen durften wir nun die angeblich größte Disco Mitteleuropas unsicher machen. Es war jedoch nur ein Stockwerk von fünf geöffnet, weil ja noch nicht Wochenende war. Frau Prof.Mag. Schimbäck hatte vollstes Vertrauen in uns und ließ uns, nachdem uns die Türsteher "untersucht" hatten, ohne Aufsicht hineingehen. (wir hoffen wir haben unsere Klassenmama nicht enttäuscht). Leider konnten wir nicht länger als eine gute Stunde bleiben, weil wir die "letzte" U-Bahn, die schon um 23:00 Uhr fuhr, erreichen mussten. Wir amüsierten uns trotzdem prächtig.

Am nächsten Morgen fuhr der Grossteil von uns noch einmal in das "24-Stunden-Einkaufs-zentrum" um noch die letzten Kronen loszuwerden.

Danach folgte der bewegendste Teil unserer Reise: Wir trafen eine 81jährige Jüdin, die There-sienstadt , Ausschwitz und das Konzentrationslager Mauthausen überlebt hat. Sie erzählte uns ihre Lebens- und Leidensgeschichte sehr ausführlich, obwohl es ihr keinesfalls leicht fiel, wieder in die Vergangenheit zurückzukehren.
Die meisten von uns hatten erstmals die Gelegnheit mit einer Zeitzeugin zu sprechen und wir waren alle einerseits erschüttert von den Grausamkeiten, andererseits fasziniert von der Kraft und dem Überlebenswillen dieser Frau.

Zu Mittag mussten wir leider schon wieder nach Hause fahren. Es war ein sehr schöner, doch leider zu kurzer Besuch der sogenannten "Goldenen Stadt".
Wir möchten uns bei Frau Prof.Schimbäck, Herrn VL Rockenschaub und Herrn Schimbäck bedanken, dass sie diese Reise mit uns unternommen haben.

Verena Halbmayr, 2AH

 


Wars wegen der Kälte oder ?